Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin
Übersetzungs- und Dolmetschdienstleistungen in Italienisch, Französisch und Deutsch.
Übersetzen bedeutet Kommunizieren wo liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede?
Die Übersetzung als Kommunikation (Erwägungen über die Übersetzung aus dem und ins Italienische, Französische und Deutsche).
Die Übersetzung kann als eine besondere Form der Kommunikation betrachtet werden. Aus diesem Grund ist es nützlich, zuerst einmal ihre Bestandteile zu identifizieren. Laut Jakobson (1987, zitiert in Osimo: 2003) besteht der Kommunikationsprozess aus einem Sender, der eine Nachricht an eine Empfänger sendet (französischer, deutscher oder italienischer Gesprächspartner) indem er einen Code verwendet, den beide innerhalb eines bestimmten Kontextes teilen und verstehen.
| KOMMUNIKATIONSSCHEMA |
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| KONTEXT DER BOTSCHAFT | ||||
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SENDER |
► | ------------------------- | ► |
EMPFÄNGER |
| GEMEINSAMER CODE | ||||
Der bei der Übersetzung stattfindende Prozess scheint analog zu sein: der Übersetzer/Dolmetscher ist Sender einer Botschaft in der Zielsprache (z.B. Autor des Textes in italienischer Sprache für das Zielpublikum), aber er ist auch gleichzeitig Empfänger der Botschaft in der Ausgangssprache (Leser des Textes in der Fremdsprache: Französisch und Deutsch). Der Zielleser/das Zielpublikum ist der Empfänger und die Ausgangssprache ist der Code, der vom Übersetzer/Dolmetscher verwendet wird, um dem Zielpublikum die Botschaft verständlich zu machen..
| ÜBERSETZUNGSSCHEMA |
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| KONTEXT DER BOTSCHAFT | ||||
| ÜBERSETZER |
► | ----------------------------------- | ► | ÜBERSETZER |
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(Schriftsteller/Übersetzer in Italienisch) |
GEMEINSAMER CODE | (Leser des Textes in Französisch oder in Deutsch) | ||
| (Zielsprache) | ||||
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Bezüglich der schriftlichen Übersetzung ins Italienische, Französische und Deutsche kann man sagen, dass aus ersichtlichen Gründen eine intime Beziehung zwischen Übersetzer und Leser besteht. Die Beziehung ist vergleichbar mit derjenigen, die den Schriftsteller eines Werkes mit seinem Modell-Leser verbindet. Die Entscheidungen des Übersetzers in der Zielsprache (egal ob es sich um Italienisch, Französisch oder Deutsch handelt) sind, ebenso wie die Entscheidungen des Schriftstellers, ausschlaggebend bei der Umreißung des Prototyps des eigenen Modell-Lesers.
Der Übersetzer als Schriftsteller
Der Übersetzer wurde mit einem Schriftsteller verglichen. Ein solcher Vergleich beinhaltet das Risiko der Vereinfachung und einer oberflächlichen Betrachtung, er vereinfacht aber andererseits die Identifizierung einer der Rollen des Übersetzers innerhalb des Verarbeitungsschemas von Jakobson.
Einen Übersetzer und einen jeglichen Schriftsteller verbindet die Textproduktion, für die beide verantwortlich und kompetent sind und die bewusste Auswahl des Modell-Lesers in der Zielsprache (Italienisch, Französisch, Deutsch). Es besteht aber ein nicht zu unterschätzender Unterschied: der Autor kann seine Kreativität nach seinem Wohlgefallen entfalten: er kann die Themen und die Textart wählen. Der Übersetzer muss sich darauf beschränken, das zu übersetzen, was bereits in der Ausgangssprache geschrieben wurde (Italienisch, Französisch oder Deutsch in unserem Fall). Er muss seine Kreativität zügeln und darf sie lediglich zur Identifizierung der Strategien verwenden, die sich am besten eignen, um Situationen, Sprache, Rhythmus und die Absichten des Autors am besten wiederzugeben, ohne sich dabei zu weit von ihm zu entfernen.
Der Übersetzer als Leser
Der Übersetzer ist auch ein Leser. Aber auch in diesem Fall muss man notwendige Unterscheidungen vornehmen: Während der Leser die Möglichkeit hat, nach seinem Ermessen auf den italienischen, französischen oder deutschen Text zurückzugreifen, um seine Interpretationsansätze zu überprüfen, ist der Übersetzer hingegen gezwungen, seine Schlussfolgerungen einzig und allein während der Übersetzungsphase zu ziehen. Hat er einmal seine Arbeit beendet, trägt er die Verantwortung für seine Schlussfolgerungen, seine Hypothesen und die beim Übersetzen getroffenen Entscheidungen. Außerdem ist der Übersetzer wesentlich aufmerksamer bei der Lektüre als ein gewöhnlicher Leser. Er verfügt über Mittel und Kompetenzen, die dem Leser meist vorenthalten sind und die es ihm möglich machen, einen literarischen Text analytischer und tief greifender als ein einfacher Leser zu interpretieren. Diesbezüglich könnte man den Übersetzer mit einem Kritiker vergleichen, mit einem grundlegenden Unterschied: die Interpretation des Kritikers kann, im schlimmsten Fall, den Leser beeinflussen, das kritisierte Werk zu lesen oder nicht zu lesen. Die Interpretation des Übersetzers des Textes in der Ausgangssprache (egal ob Italienisch, Französisch oder Deutsch) bestimmt hingegen seine Entscheidungen beim Übersetzen, den denotativen aber vor allem den konnotativen Sinn des übersetzten Textes, dessen Tiefe nie definierbar ist, ebenso wenig wie der “unübersetzbare Restbestand”, beziehungsweise der Anteil des nicht Kommunizierten. Ein Übersetzer kann so den Ausgangstext hintergehen und folglich den Zielleser ebenso wie die nachfolgende Literatur betrügen.
Angesichts des bereits gesagtem wird deutlich, dass der Übersetzungsprozess hauptsächlich auf der Interpretation des Übersetzers basiert. Nach Heidegger (1983, 456, zit. in Berman, 2003: 17)
Jede Übersetzung ist in sich eine Interpretation. Sie trägt alle Fundamente, Öffnungen und Interpretationsebenen, die an ihrem Ursprung sind, stillschweigend in sich. Und die Interpretation ist ihrerseits nichts anderes, als die Vollendung der noch stillschweigenden Übersetzung [...]. Ihrem Wesen entsprechend, sind Interpretation und Übersetzung ein und dasselbe.
Es muss außerdem präzisiert werden, dass es schwierig ist mit Sicherheit festzulegen, ob eine bestimmte Textinterpretation und folglich ihre Übersetzung legitim ist oder nicht. Die einzige Möglichkeit, diese Legitimität zu überprüfen, wäre, sich an den Autor des Originaltextes zu wenden, der, in den meisten Fällen, die Sprache, in die sein Werk übersetzt wurde, nicht beherrscht. Die beste Lösung des Problems wäre, wie der berühmte russische Schriftsteller Nabokov zu verfahren, der seine eigenen Werke ins Englische übersetzte, da er einem jeglichen Übersetzer misstraute, oder sich an einen professionellen Übersetzer mit einer angemessenen Ausbildung und Berufserfahrung in den Arbeitssprachen (in diesem Fall Französisch, Deutsch und Italienisch) zu wenden, der zudem Mitglied von national anerkannten Berufsverbänden ist. Der Dialog zwischen dem Übersetzer und dem Autor des zu übersetzendem Textes, in unserem Fall in Französisch, in Deutsch und in Italienisch, kann sich hilfreich erweisen, um die Interpretation des Textes in der Zielsprache dem Originaltext so weit wie möglich anzunähern.
Bibliographie
| • | Osimo, B. (1998), Manuale del traduttore, Milano: Hoepli |
| • | Berman, A. (2003), La traduzione e la lettera, o L’albergo nella lontananza, Macerata: Quodlibet. Trad. a cura di Giometti, G. |
Am 10 giugno 2009 eingefügt - gehen Sie auf Ordner - Artikel
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